Rotorschiff "Heinrich Gustav Magnus" - Parkseeskipper V2

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Rotorschiff "Heinrich Gustav Magnus"

Bauberichte
Immer wieder gibt es Interessantes zu lesen. Als Beispiel nenne ich die wöchentliche Beilage eines überregionalen deutschen Zeitungsverlages. Dort wurde geschildert, wie sich maritime Unternehmen an der Nordseeküste mit dem seit mehr als 100 Jahren bekannten Phänomen des sogenannten "Magnus-Effekts" befassen und versuchen, diesen Effekt bei der Neuentwicklung von Schiffen auf eine fundierte wirtschaftliche Basis zu setzen. Im Klartext: Der Bericht schildert Versuche, Frachtschiffe mit dem "FLETTNER-ROTOR" zusätzlich zum konventionellen dieselelektrischen Propellerantrieb zu installieren und die Kraft des Windes mit Hilfe dieses Rotors zur Verminderung des Energieverbrauchs im Sektor fossiler Brennstoffe (Dieselöl) einzusetzen. Dabei kann bei optimalen Bedingungen mit einer Primär-Energieersparnis von 15% gerechnet werden; die bisherigen Ergebnisse rechtfertigen die Kosten, die durch zusätzliche Baumaßnahmen und den Betrieb des Rotors entstehen, der im übrigen durch einen relativ leistungsarmen Elektromotor angetrieben wird. 
Die Eigentümer des bisher bekanntesten Rotorschiffes neuester Bauart, des "E-SHIP 1" die Auerbach-Reederei/Hamburg, erbaut von den Lindenau/Cassens-Werften (Heimathafen Emden) übernimmt für die Firma ENERCON Transportaufgaben von Windkraftanlagen auf See. Weitere Unternehmen erproben im Nordseebereich Versuche mit Frachtschiffen, um ebenfalls die Windkraft zur Senkung der Betriebskosten auszunützen. Eines der interessanten Versuchsschiffe stellt dabei der Mehrzweckfrachter mit dem Namen "FEHN POLLUX" dar. den Firma ECO-FLETTNER (TM) mit einem entsprechenden Rotor im Bug ausgerüstet hat. Die Firma bietet innovative Ansätze im Bereich der Rotoren für die unterschiedlichsten Baugrößen an, wobei festzustellen ist, dass das Längen-/Durchmesserverhältnis der Rotoren unabhängig von ihrer Länge (Bauhöhe) stets 6 zu 1 beträgt. Bei einem Durchmesser des Rotors von beispielsweise 1 Meter beträgt die Rotorhöhe also 6 Meter, analog steigen die Abmessungen bei Änderung des Durchmessers bzw. der Rotorhöhe. Offenbar haben Forschungsergebnisse, die seit mehr als 100 Jahren an diesem Antrieb durchgeführt wurden, dazu geführt, dass dieses D-/L-Verhältnis optimale Wirkung zu erzeugen verspricht. Einen großen Anteil am Wirkungsgrad der Rotoren haben auch die "Abdeckscheiben" des Zylinders, ohne diese fällt der Wirkungsgrad der Rotoren erheblich. Also haben auch diese Scheiben maßgeblichen Einfluss aufg die Leistungsfähigkeit des Sekundärantriebs.

 
 
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